Eldborg - Eine Wanderung zum Vulkankrater

Was verbindet jeder wohl am ehesten mit Island? Dem Land aus Feuer & Eis?

Vermutlich entweder Vulkane oder Gletscher. Oder doch vielleicht Drehorte beliebter Filme & Serien? In diesem Fall soll es aber um Vulkane gehen. Genauer gesagt um einen Vulkan. Ein Krater der bereits vor 1000 Jahren entstand. Was besonders an ihm ist? Seine perfekte Form!


Der Eldborg Krater ist einer der schönsten Islands. Seine perfekte Form ist schon von weitem gut auszumachen. Sein Name bedeutet "Feuerburg". Treffend für einen Vulkan, oder?


Steckbrief - Wanderung zum Eldborg Krater


  • Länge: 6,2 km

  • Streckentyp: Hin & Retour

  • Höhenunterschied: 100 m

  • Ausgangspunkt: Parkplatz am Hof Snorrastadir

  • Beschaffenheit: gut erkennbarer Weg durch ein Naturschutzgebiet

  • Anforderungen: Weg ist einfach zu gehen, Aufstieg zum Krater an steilsten Stellen abgesichert, Übergang zu Kraterrand weist brüchiges Gestein auf


  • Tipp: der Weg führt durch das Naturschutzgebiet der Eldborghraun. Die Plattenlava ist rund 1000 Jahre alt & bietet durch seinen dichten Bewuchs vielen Tierarten platz. Der Weg ist gut erkennbar angelegt & sollte keinesfalls verlassen werden. Die Aussicht vom Kraterrand hinein in den Krater & in die verschiedenen Himmelsrichtungen ist sehr lohnend. Der kleinere Hügel gegenüber bietet ebenfalls schöne Aussichten.



Wir biegen von der 54 scharf links ab. Puh, wir hätten die Einfahrt beinahe verpasst.

Am Ende der Straße erreichen wir den Hof Snorrastadir. Aus unserem Wanderführer wissen wir: wir sind am Ziel. Vorerst.


Von unserem Parkplatz sehen wir bereits die Infotafel & das Tor.

Dort soll unser Weg beginnen. Wir folgen dem ausgetretenen Pfad & haben bereits einen einmaligen Ausblick auf den Krater. Auch von Weitem ist er wunderschön.


Der Pfad schlängelt sich hin & her durch flach bewachsenes Gelände.

Mit jedem Schritt kommen wir dem Vulkan näher. Ein irres Gefühl. Aber der Weg ist gut angelegt & einfach zu gehen. Das Wetter ist kühl, aber sonnig & nicht übermäßig windig. Wir kommen gut voran. Bis zum Fuße des Kraters brauchen wir etwa eine dreiviertel Stunde.



An der Flanke des Kraters beginnen wir mit dem Aufstieg.

In Serpentinen schlängelt sich der Pfad hinauf. Zu Beginn gibt es Treppen & etwas weiter oben sind die steilsten Abschnitte mit Ketten gesichert. Lediglich das letzte Stück hinauf & der Übertritt auf den Kraterrand fordern wegen des losen Gesteins meine gesamte Konzentration.


Ich greife nach dem Stecken. Versuche halt zwischen den "Stufen" für meinen Fuß zu finden & ziehe mich hoch. Mir stockt der Atem. Mit einem mal peitscht mir der Wind mit aller Macht entgegen. Es fühlt sich an, als wolle er mich direkt zurück den Hang hinab drücken. Nach vorn gebeugt gehe ich langsam voran. Ich scanne das Gelände & ducke mich hinter einige Felsbrocken. Puh. Eine kurze Verschnaufspause.


Im Windschatten habe ich Gelegenheit den Kraterrand zu erkunden.

In den Krater kann ich von hier zwar noch nicht schauen, dafür habe ich vor mir allerdings ein unglaubliches Panorama. Von hier oben sehe ich die unterschiedlichen Lavaströme ganz deutlich. Die alte Plattenlava der Eldborghraun schimmert in allen Grüntönen & sieht von hier oben flauschig & bauschig aus. Die etwas jüngere ist ein wenig spärlicher bewachsen, wohingegen sich die "frischere" Lava wie eine schwarze Masse über die Landschaft legt.


Gebückt husche ich von Felsbrocken zu Felsbrocken. Immer bemüht einen einigermaßen windstillen Ort zu finden. Die Geräuschkulisse ist atemberaubend. Es pfeift & rauscht mir in den Ohren. Fühlte sich der Tag bislang mild & warm an, so wurde es hier oben schlagartig eiskalt.


Trotzdem bleiben wir eine ganze Weile hier oben. Wir erkunden den Kraterrand, erhaschen einen Blick hinab in den Krater & genießen die verschiedenen Ausblicke vom Rand auf die weite Landschaft.


Der Abstieg gestaltete sich nur auf den ersten Metern holprig.

Ich versuche kontrolliert über den brüchigen Rand auf den Weg zu gelangen, ohne vom Wind hinunter geschubst zu werden. Nachdem wir allerdings wieder zurück im Windschatten an der Flanke des Kraters angekommen waren, ließ sich der Weg ebenso gut absteigen, wie zuvor aufsteigen.



Mein Fazit:


Ich mochte diese Tour ganz besonders. Sie wird mir immer in guter Erinnerung bleiben.

Es ist eine schöne, leichte Tour die auf den letzten Metern aber doch einen kleinen Nervenkitzel bereithält. Der Aufstieg wird mit einer schönen Fernsicht belohnt.

Auch wenn der Blick in diesen Krater nicht sonderlich spektakulär ist, so ist das Gefühl auf einem Kraterrand zu stehen dennoch einzigartig.



Hat dir meine Wandererinnerung gefallen oder hast du sogar selbst schon eigene Erfahrungen mit dieser Tour gemacht? Erzählt mir gern von deinen Erlebnissen.

Ich würde mich sehr freuen!




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